Ich könnte mit einer Aufzählung beginnen, welche Tiere mich in meiner Kindheit begleiteten, wie aus mir das wurde, was ich jetzt bin.
Tatsache ist, dass ich von Kindheit an von Tieren fasziniert war. Alles, was sich draußen bewegte und mindestens 4 Beine oder wenigstens 2 Flügel hatte, interessierte mich.
Als Fünfjährige wagte ich mich während einer Tierschau bei einem Zirkus in das Gehege der Elefanten. Ich fühle noch heute die Haut des Dickhäuters auf meiner Hand. Mein Erkundungsdrang war damals schon ungeheuerlich groß.
Wenig später mußte mich mein Vater aus dem Nashorngehege des Berliner Zoo`s herausholen lassen.
Mit 12 Jahren hielt ich einen jungen Löwen im Arm - welch ein Gefühl!
Irgendwie dazwischen beschäftigte ich mich mit Mäusen, Meerschweinchen & Co.
Hier möchte ich nicht vergessen, meine "Übeltaten" zu erwähnen. Mindestens 5 Mäuse und ein Meerschweinchen schleppte ich nach Hause(das ist die offizielle Zahl, die auch meine Mutter kennt). In meinem Tagebuch zeichnete ich als 11jährige sämtliche sichtbaren Verhaltensweisen auf.
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Mein Großvater war Jäger aus Leidenschaft, Ornithologe und ein Freund von Prof. Bernhard Grzimek. Er war es auch, der mir das Verständnis für die Tiere mit auf den Weg gegeben hatte und mir lernte, die Tiere zu beobachten und zu verstehen.
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Als Jugendliche habe ich viele Ferientage im Chemnitzer Tierpark ("Pelzmühle") verbracht. Mit Zettel und Bleistift bewaffnet stand ich oft stundenlang am Tiger- und Löwengehege, notierte mir jede Bewegungen der Großkatzen und zeichnete und schrieb penibel auf, wann das Tier sie gezeigt hatte und in welcher Situation.
Zu Hause versuchte ich zusammen mit meinem Bruder unserem Wellensittich ein paar Tricks beizubringen, was uns erstaunlicherweise auch gelang. Wir gingen zusammen auf Expeditionen und brachten so allerlei Tierchen mit nach Hause.
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Meine Kinder wurden groß - meinem Traum aus meiner Kindheit rannte ich noch immer hinterher.
Im Jahr 2003 begann ich schließlich umzudenken. Was war mir wichtig?
Damals bauten sich "innerfamiliär" sozusagen ein paar tierische Fragezeichen auf.
Warum wedeln Hunde mit ihrem Schwanz, obwohl sie sich gerade bekämpfen. Und warum lecken sie sich mit ihrer Zunge über´s Maul, wenn sie getadelt werden???
Noch bevor ich irgendetwas über die Beschwichtigungssignale beim Hund gelesen hatte, sah ich sie bei meinen Hunden.
Ich experimentierte mit meinen eigenen lieben Fellnasen herum, testete sie, ohne dass sie etwas ahnten.
Fragen über Fragen.....
Deshalb fasste ich den Entschluß, meine Träume aus meiner Jugendzeit zu realisieren, ich wollte mein Hobby und meine Berufung zum Beruf machen. Ich begann ein Studium der Tierpsychologie, mein Mann unterstützte mich. Unsere Tochter wuchs mit hinein. Irgendwie gehören wir alle hierher, leben für uns und für die Tiere.
Dieses Leben und all das drumherum ist für mich nicht mehr wegzudenken, denn es ist unser Leben.
Im Jahr 2008 hatte ich die Gelegenheit, in La Motte du Caire einen tollen Pferdeflüsterer- Kurs belegen zu können. Allen Pferdeliebhabern und Frankreich- Interessierten kann dieser Reiterhof empfohlen werden. Mittlerweile besteht dahin ein langjähriger freundschaftlicher Kontakt.
Die Liebe zu den Tieren begann in meiner Kindheit. Das Beobachten der Tiere und die Beurteilung des jeweiligens Verhaltens ist meine Berufung!